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Alternative Liste: Wer wird revolutionär? – Das erste Quiz für rote Socken

Wie lautet ein berühmtes Zitat von Mao Tse Tung? Der Revolutionär soll im Volk schwimmen wie...

a) der Kloß in der Brühe
b) der Fisch im Wasser
c) der Pilz in der Wantansuppe
d) der Schnaps im Magen

Diesem Muster folgt nicht nur Günter Jauchs Telequiz «Wer wird Millionär?« sondern auch das mittlerweile ebenfalls recht populäre Internetquiz «Wer wird revolutionär« der Alternativen Liste an der Uni Köln. Fünzehn dieser Quizrunden mit insgesamt 225 Fragen hat der Eichborn-Verlag jetzt als Büchlein veröffentlicht. Der Lösungsteil gibt dank ausführlicher Anmerkungen fundierte Antworten auf so drängende Fragen, wie die, welcher Kölner Uni-Professor seine Entführung durch die RAF vorgetäuscht hat, oder, bei welcher Politgruppe Benny Beimer aus der Lindenstraße aktiv war.

Eichborn 2003, kt., 7,95 €

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Mark Andersen & Mark Jenkins: Punk DC


Wer an Punk denkt, denkt zuerst an London oder New York. Doch in keine Stadt wurde das weitere Verständnis von Punk zu Beginn der 1980er-Jahre so stark geprägt wie durch die Szene von Washington, DC. Hier entstand der Stil, der später »Hardcore« genannt wurde. »Punk, DC« ist exemplarisch für die Geschichte vieler Szenen, nicht nur in den USA, sondern in der ganzen Welt. In dem Buch, das sich streckenweise spannend wie ein Krimi liest, verlaufen die Fäden deshalb auch in alle nur erdenklichen Richtungen - zur kalifornischen Punk-Bewegung, zum New York Hardcore, zu den Riot Grrrls als Gegenbewegung zum aggressiven männlichen Slamdance und zur Szene in Seattle, deren Musik Anfang der 1990er Grunge getauft wurde.

Ventil 2006, 429 Seiten, Karton, 17,90 €

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Steven Lee Beeber: Die Heebie-Jeebies im CBGB's - Die jüdischen Wurzeln des Punk

Steven Lee Beeber untersucht erstmals die Entstehung der US-amerikanischen Punkbewegung mit Blick auf den jüdischen Background wichtiger ProtagonistInnen. Sie gehörten der ersten Generation amerikanischer Juden und Jüdinnen an, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen ist. Punk wurde zu ihrer Form der Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. »Im New York Punk spiegelt sich die jüdische Geschichte von Unterdrückung und Unsicherheit, Flucht und Migration, gleichzeitig drinnen und draußen, gut und schlecht zu sein. Diese Musik drückt das Gefühl der Post-Holocaust-Generation aus, das Gefühl, immer am falschen Ort zu sein“, so Beeber in einem Interview. Beeber hat für sein Buch über 125 ProtagonistInnen des jüdischen Punk interviewt. Er zeichnet eine Geschichte des amerikanischen Punk von seinen Vorläufern wie den Fugs und Velvet Underground über die Ramones bis hin zu Richard Hell. Daneben bietet er Einblicke in die Avantgarde-Szene um John Zorns Label Tzadik, die jüdische Comicszene New Yorks und die aktuelle jüdische Punkszene.

Ventil 2008, 300 Seiten, Kartoniert, 17.90 €

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Michael Boehlke & Henryk Gericke: Too much future - Punk in der DDR

Die Texte behandeln die Anfänge der Punkbewegung, die seltsame Konstellation von Punk und Kirche in der DDR, die Repressionsgeschichte durch die Verfolgung seitens der Staatssicherheit sowie die Wirkung, welche Punk auf den Kunst-Underground bzw. Hintergrund ausübte. Die Texte und Fotos werden zusammengehalten durch ein gewagtes Layout, das den Begriff der Punk-Bewegung aufgreift. Das Buch ist üppig bebildert mit Fotos und Reproduktionen von Dokumenten, Flyern, Grafiken und natürlich den Protagonisten der Szene. Zudem gibt es ein Bandregister, das beinahe 100 DDR -Punkbands mit ihren jeweiligen Line-Ups und ihrer Herkunft aufführt.

Verbrecher Verlag 2007, 224 Seiten, kartoniert, 16.80 €

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Jan Böhmermann: Alles, alles über Deutschland - Halbwissen kompakt

Statistiken beweisen: Immer mehr Deutsche haben immer weniger Ahnung von ihrem Heimatland und werden deshalb in die Hände radikaler Splitterparteien (z.B. SPD) getrieben. Im Wahljahr eine Katastrophe! Doch jetzt kommt Hilfe! Dieses Lehrbuch ersetzt sechs bis vierzehn Jahre Schule und erklärt die Bundesrepublik Deutschland ganz ohne anstrengende Fachbegriffe, verwirrende Schachtelsätze und umständliche Formulierungen, dafür aber mit zwei Extraportionen Witz und Humor. In Zusammenarbeit mit renommierten Parawissenschaftlern und prominenten Gastautoren wie Katrin Bauerfeind, Friedrich Küppersbusch, Martin Sonneborn, Arnd Zeigler und vielen mehr destilliert Autor Jan Böhmermann zweitausend Jahre deutsche Geschichte auf exakt 224 Seiten und beweist: Deutschland ist nicht so kompliziert, aber dreimal lustiger, als "FAZ" und RTL uns glauben machen. Im Blitzdurchlauf werden Angst- und Laberfächer mal so richtig durchgenommen: Von Geografie (Die Schweiz, das Nepal Mitteleuropas), Religion (Welche ist die beste), Wirtschaft (Arm, aber warm: Die Dritte Welt stellt sich vor) bis hin zu Geschichte (1933-45: Die Nazis besetzen Deutschland) ist alles dabei, was in der Schule Rang und Namen hat. Abschluss- und Kurztests stellen hundertprozentiges Verständnis sicher, und zahlreiche launige Bastelanleitungen (Mauer im Kopf) und themenbezogene Lernspiele (RAF-Memory) machen "Alles, alles über Deutschland" zum Geschenkbuch des Jahres.

Kiepenheuer & Witsch 2009, 270 Seiten, Kartoniert, 12.95 €

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Raphael Böß: Step into a world! - HipHop zwischen Marginalität und Mitte

Was in den USA vor über 30 Jahren als kreative Ausdrucksform in der gesellschaftlichen Peripherie entstand, hat mittlerweile als kulturindustrielles Produkt weltweite Verbreitung gefunden. Ästhetik und Symbolik des HipHop sind als inhalts- und kontextlose Waren global verfügbar geworden. Ausgehend von aktuellen Diskussionen zu Kultur, Identität, Geschlecht und Differenz wird die scheinbar kontinuierliche Entwicklung des HipHop von einer inklusiven kulturellen Ausdrucksform Marginalisierter zum massenkompatiblen Differenzprodukt diskutiert. Im Mittelpunkt steht insbesondere die Frage, inwiefern es sich bei HipHop um eine oppositionelle Gegenkultur handelt, deren kulturellen Zeichen und Identitätskonstruktionen politisches Potenzial zuzuschreiben ist, und wie dieses durch zunehmende Kommerzialisierung und globalen Erfolg beeinflusst worden ist. Anknüpfend an postkoloniale Theorieansätze werden neben der Entstehungsgeschichte in den USA insbesondere die Entwicklungen in Deutschland nachgezeichnet, wobei mit der HipHop-Historie in der DDR sowie der Rolle weiblicher Akteure bisher kaum beachtete Aspekte näher beleuchtet werden.

Unrast 2009, 160 Seiten, Kartoniert, 14,00 €

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Martin Büsser, Jonas Engelmann u. Ingo Rüdiger: Emo - Portrait einer Szene

Wohl kaum eine Jugendkultur erlebt derzeit einen solch starken Zulauf wie die Emo-Szene - und dies weltweit. Gleichzeitig ist die Kultur massiven Anfeindungen ausgesetzt - von tätlichen Übergriffen wie in Lateinamerika bis hin zu Diskussionen über ein Verbot der Szene im russischen Parlament. Die ansonsten um Erklärungsmuster nicht verlegenen bürgerlichen Medien stehen Emo seltsam sprachlos gegenüber. Dies mag daran liegen, dass sich das Phänomen Emo schwer einordnen lässt: handelt es sich um eine Subkultur oder ein Modephänomen? Und haben diese beiden Elemente etwas miteinander zu tun? Zu unterscheiden ist zwischen zwei Entwicklungen: Einerseits bezeichnet der Begriff "Emo" seit den 1980er-Jahren eine Entwicklung im amerikanischen Hardcore, die auf das zunehmende Machogehabe innerhalb der Szene mit einer Betonung von Emotionalität reagiert - sowohl auf textlicher wie auch auf musikalischer Ebene. Aus dieser Bewegung hat sich eine Musikszene entwickelt, die sich bewusst mit dem Label Emo schmückt (Jimmy Eat World, Promise Ring etc.) und damit einige beachtliche Erfolge verbuchen kann. Etwa seit dem Jahrtausendwechsel entstand parallel dazu eine Szene, die optisch dem entspricht, was heute mit Emo assoziiert wird. Diese versteht sich, anders als die Musikszene, nicht als explizit politisch, hat aber mit ähnlichen Vorurteilen zu kämpfen: Den Emo-Musikern wurde eine Verwässerung und Verweichlichung von Hardcore vorgehalten, die jüngeren Emos werden wegen ihrem androgynen Auftreten angefeindet. Der Reader nähert sich als erste deutschsprachige Publikation diesem Phänomen, die Hintergründe ihrer Entstehung werden beleuchtet, Entwicklungslinien nachgezeichnet und Fragen gestellt: Hat Emo das Potential, dauerhafte Veränderungen beispielsweise der Geschlechterrollen herbeizuführen? Welche Codes sind für Emo heute konstituierend? Auf welchen (sub-)kulturellen Hintergrund wird Bezug genommen? In welchem Verhältnis steht diese Jugendkultur zu historischen, vergleichbaren Bestrebungen der Auflösungklarer Geschlechterrollen (der frühe Bowie, Roxy Music, New Wave)?

Ventil 2009, 221 Seiten, Kartoniert, 16.90 €

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Martin Büsser: Antipop - Essays und Reportagen zur Popkultur in den 90ern

»Pop als Ideologie des Frisch-Jung-Erfolgreich-Schön widert an. Antipop allerdings ist unbequem, läßt sich kaum mehr attraktiv vermitteln, da Pop sämtliche Insignien der Attraktivität aufgesogen und für sich vereinnahmt hat.«
Martin Büsser, ehemaliger Autor beim Hardcore Fanzine ZAP und anderer Musikzeitschriften, Autor von If the kids are united ... und Mitherausgeber von testcard - Beiträge zur Popgeschichte wartet mit seinem neuesten Werk auf. Der Band versammelt Essays über Pop & Kapitalismus, das Ende der Rockmusik, das Phil Collins Prinzip in the air zu sein und Interviews mit Faust und Jello Biafra. Martin Büsser analysiert die eigentlich nicht Pop sein wollende Musikszene und die vorangeschrittene Durchkapitalisierung der Musik. Er stellt die Frage nach der subversiven, antikapitalistischen Seite, dem Raum für eine politische und kulturelle Linke, für Musik und Kultur jenseits von Markt und Macht. Die Beiträge lesen sich beinahe wie Kolumnen, leicht, flüssig, witzig und regen doch zur Diskussion an über das, was Antipop sein könnte.

Ventil 1998, Karton, 193 Seiten, 11,66 €

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Ramón Chao: Ein Zug aus Eis und Feuer - Mit Mano Negra durch Kolumbien

Andere Bands mögen von Stadt zu Stadt jetten und in Hotels leben – davon halten Manu Chao und seine damalige Band La Mano Negra gar nichts: Im eigenen, aus Schrottteilen zusammengebastelten Zug durchqueren sie mit einer Gruppe französischer, kolumbianischer und brasilianischer Künstler trotz Warnungen wegen vieler Morde und Entführungen das ländliche Kolumbien. Auf einer Bahnstrecke, die längst nicht mehr befahren wird und so manche Entgleisung verursacht, kommen sie mit der rasanten Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern voran. Auf ihren kostenlosen Konzerten treffen sie auf Bauernfamilien, Heimatlose, Drogendealer, Militärs und Guerilleros, werden mit Hitze und Krankheiten, fehlender Nahrung und Wassermangel, mit Begeisterung und Gastfreundschaft konfrontiert. Hier entsteht das vierte Mano Negra-Album Casa Babylon, und hier beginnt Manu Chaos Leidenschaft fürs Reisen. Der Bericht von Ramón Chao über diese wahnwitzige Fahrt durch das Tal des Rio Magdalena ist lakonisch, aber auch bunt und schillernd. Er beobachtet die Künstler im Alter seines Sohnes mit sympathisierender Distanz. Zusammen folgen sie den Spuren von Marquez’ 100 Jahre Einsamkeit und durchstehen ein unvergessliches Abenteuer.

Edition Nautilus 2008, 240 Seiten, kartoniert mit 30 S-W-Fotos, 14.90 €

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Diedrich Diederichsen: Eigenblutdoping - Selbstverwertung, Künstlerromantik, Partizipation

Der Kunstboom hat eine Vorgeschichte. Aufbrechende Generationen, aufregende neue Lebensformen, Emanzipationsschübe von der Nachkriegszeit bis in die wilden 60er bilden das Reservoir an Hoffnungen, Gefühlen und Ekstasen, von denen noch heute die Kunstmarktblase zehrt. Doch was hat sich in dieser Zeit wirklich getan – politisch, künstlerisch, in den Subkulturen und auf dem Markt? Wovon handelt der Hype um die Kunst in allen Medien denn wirklich? Ausstellungen sind Events, Bücher und Musik haben Marketing-Konzepte, Künstler müssen als Person erkennbar sein. Kein Mensch glaubt mehr an einen Underground oder eine Gegenkultur. Doch mit den Schatten dieser Begriffe handelt die Kunst. Ist das ein Verrat? Ein Niedergang? Oder gibt es auch Verbindungen und Versprechungen einer Welt jenseits des Marktes? Selbstverwirklichung, Flexibilität, flache Hierarchien, unvorhersehbare Lebensläufe – jedes dieser Stichworte klingt nach der Erfüllung linker Forderungen, sie sind aber auch grimmige Realität unausweichlicher neoliberaler Zwänge, diagnostiziert Diedrich Diederichsen. In seinem neuen Buch nimmt er uns mit auf eine wahrhafte Tour de Force durch die letzten Jahrzehnte Gegenwartskunst und Popkultur.

KiWi 2008, 288 Seiten, Kartoniert, 9.95 €

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Drag Kings - Mit Bartkleber gegen das Patriarchat

Ran mit dem Bart und rauf auf die Bühne - wo immer die auch sein mag. Herrenimitatoren erobern nicht nur das Showbiz, sondern auch den Alltag und die Clubs der Großstädte. Das Spiel mit den Geschlechtern ist alt; nagelneu sind der selbstbewusste Auftritt und das populäre Phänomen der Drag Kings in Deutschland. Dieser farbenfrohe Band zeigt locker und unverkrampft, tiefgründig und verführerisch, was Menschen dazu bringt, den lange ausschließlich von Queens bevölkerten Drag-Sektor zu erweitern. Prosa und Interviews werden illustriert von Comics und Fotos. Die Erotik der Drag Kings ist dabei genauso Thema wie Forschungen aus den Genderstudies zu dieser noch jungen Kunstform; Geschlechtergrenzen werden als bloße Konstruktionen auseinander genommen und VertreterInnen feministischer Kritik schütten eine gehörige Portion Ironie über den Machos und Gentlemen aus, die zwischen den Geschlechterrollen tänzelnd zu Sexsymbolen avancieren.

Quer-Verlag 2007, 218 Seiten, Karton, Großformat, Farbfotos, 19,90 €

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Sonja Eismann: Hot Topic – Popfeminismus heute

Seit der konservative Backlash offen in Form von neuem Gebärzwang und alten Hausmütterchen-Doktrinen zutage tritt, besinnt sich sogar der Mainstream wieder auf die Notwendigkeit des Feminismus. Dabei wird gerne übersehen, dass es abseits des gemäßigten Feuilleton-Bekenntnisses zur Geschlechtergleichheit eine Menge junger Frauen gibt, die sich den radikalen "Luxus" eines feministischen Bewusstseins leisten und dies in verschiedensten Formen leben.
In der "Hot Topic"-Anthologie porträtieren diese Frauen ihre Lebensrealitäten zwischen Abtreibung, Indie-Mutterschaft, Prekariats-Boheme, queerem Coming-of-Age, Schönheits-Terror und Exotinnendasein im Musik- und Medienbusiness. In Anlehnung an die Vielzahl anglo-amerikanischer Textsammlungen, die hierzulande immer noch ihresgleichen suchen, destilliert dieser anekdotisch angelegte Reader die gesellschaftspolitische Aussage aus dem privaten Erleben und knüpft damit dort an, wo vor beinahe 10 Jahren der bis jetzt einzigartig gebliebene Band "Lips Tits Hits Power" aufhörte. Mit Beiträgen von Christiane Rösinger, Pauline Boudry, Clara Völker, Sarah Diehl, Rosa Reitsamer und Vina Yun und mit zahlreichen Illustrationen.

Ventil Verlag 2007, 304 Seiten, kartoniert, 14.90 €

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Ari Folman & David Polonsky: Waltz with Bashir

Jede Nacht träumt Boaz, so erzählt er seinem Freund, dem Regisseur Ari, von 26 Hunden, die ihn verfolgen und töten wollen. Ein Albtraum, der etwas mit dem ersten Libanonkrieg von 1982 zu tun hat. Doch Ari kann sich an fast nichts erinnern, obwohl er als 19-Jähriger dabei war. Er unternimmt eine Reise in die Vergangenheit, befragt ehemalige Soldaten, Kriegsreporter, Psychologen und Freunde. Jeder trägt ein Bild mit sich, das ihn nicht loslässt. Schritt für Schritt stellt sich Ari der verdrängten Erinnerung, bis er schließlich vor der Frage steht, welche Rolle er bei dem Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern von Sabra und Shatila gespielt hat.
"Waltz with Bashir" von Ari Folman ist der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Basierend auf realen Interviews und Ereignissen hat Regisseur Folman die Reise in seine Vergangenheit, in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West Beirut während des ersten Libanonkrieges, auf fantastische und packende Art visualisiert. Die israelisch-deutsch-französische Koproduktion wurde mit dem Golden Globe 2009 ausgezeichnet und für den Oscar nominiert. Ab Mai 2009 ist der Film sowohl als DVD als auch als Comic erhältlich.

Atrium Verlag 2009, 128 Seiten, Kartoniert, 22,00 € AL!VE AG 2009, 87 Minuten, DVD, 20,00 €

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Mike Glindmeier, Folke Havekost & Sven Klein: St. Pauli ist die einzige Möglichkeit

Drei Fans, ein Gedanke: St. Pauli ist die einzige Möglichkeit. Mike Glindmeier, Folke Havekost und Sven Klein begleiten den Club vom Millerntor seit mehr als zwei Jahrzehnten privat und professionell - als Anhänger, Mitarbeiter und Journalisten, mit Vergnügen wie mit Verdruss. Ihre "Triographie" erzählt die Vereinsgeschichte anhand bedeutender Spiele und Ereignisse und verschränkt die Erfahrungen und Erlebnisse der Autoren zu einem vielfältigen und spannungsreichen Bild des Mikrokosmos FC St. Pauli. Der Club vom Kiez hat keine Meisterschaften aufzuweisen, aber den Ruf als "etwas anderer Verein". Er gilt als linksalternatives Korrektiv zum deutschen Fußball-Konservatismus, als Anlaufpunkt kritischer Fans aus ganz Deutschland, als stimmungsvolles Party-Zentrum im Rotlichtviertel. Die Autoren heften sich dem Phänomen FC St. Pauli an die Fersen, stets auch zur erkenntnisfördernden Blutgrätsche bereit. Ihr Buch ist eine nahe Beschreibung des Geschehens auf und neben dem Platz - und zugleich eine unkonventionelle Liebeserklärung an den Verein.

PapyRossa 2009, 283 Seiten, Kartoniert, 16.90 €

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HKS 13: Vorwärts bis zum nieder mit

«Das Plakat macht mehr von sich reden, es macht mehr Propaganda als das Pamphlet oder eine Broschüre. Deshalb erscheinen die Plakate, gedruckt oder geschrieben, jedes mal an den Mauern... Heute herabgerissen erscheinen sie morgen wieder, zum Ärger der Regierenden und ihrer Knechte...«
In diesem Buch befinden sich Hunderte wunderschön reproduzierte Plakate der ausserparlamentarischen Linken: der HausbesetzerInnen, Antiimps, Antifas, der FrauenLesben-, Antirassistischen, Anti-AKW- und Solidaritäts-Bewegung... Auch die Theorie kommt nicht zu kurz. Eingeordnet wird in den politischen Hintergrund, analysiert werden die verschiedenen Vorstellungen von Ästhetik und Layout, alles nicht kritiklos aber im Herzen solidarisch. Gewidmet ist das Buch natürlich all den vielen unbekannten autonomen PlakatkleberInnen, die in den letzten 20 Jahren unermüdlich dafür gesorgt haben, über Nacht die Fassaden des grauen Alltags mit bunten Tupfern zu verschönern.
Da nicht alle gesammelten Plakate in diesem für seine Qualität noch erstaunlich billigem Kunst-Buch Platz gefunden haben, liegen sie als CD-Rom bei: fast 8000 Plakate als Bilddateien mit einer Suchfunktion, sortiert nach Stich- und Schlagworten.
Wunderschön! Holt Euch dieses Buch, solange es noch lieferbar ist. Der Vorgängerband »Hoch die Kampf dem« war nach einem Jahr vergriffen.

Assoziation A, 288 Seiten & CD, Karton, 25,50 €

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Ox

Joachim Hiller: Ox - das Buch

1988 wurde das Ox-Fanzine als eine der vielen künstlerisch wertvollen Beiträge aus der Punk- & Hardcoreszene gegründet. Durch recht intelligente Artikel über Punk & Politik, unzählige Plattenbesprechungen und auch durch die Herausgabe zweier vegetarischer Kochbücher für Punks (!) hat sich das Ox ein treues Publikum geschaffen und feierte im März 2003 ihre Jubiläumsausgabe #50. Ein Paradestück des Fanzines waren von Beginn an die Interviews mit allen, die in der Szene Rang und Namen haben. Das zum Jubiläum erschienene Buch enthält eine Sammlung der besten und interessantesten Interviews aus 15 Jahren Ox im Original-Layout & Zeitschriftenformat. Ein bißchen Namedropping: Dead Kennedys, Bad Brains, Chumbawamba, Terrorgruppe, But Alive, Die Goldenen Zitronen un viele andere mehr. 15 Jahre Punk & Hardcore für historisch Interessierte und alle Dabeigewesenen. Punks not dead.

Ventil-Verlag 2003, 240 Seiten, Karton, 14,90 €

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Egbert Hörmann: Cruising mit den Wonderboys

Solche Situationen kennt Mann zuhauf: Der triste Blick des 40-jährigen „Jeansboys“ in der Lederkneipe, quälende Entscheidungsvielfalt in angesagten Cruising-Gebieten, Selbstzweifel und Body-Krisen vor „Uschi’s Wellness-Point“, überlegungen zu der Benutzerfreundlichkeit des eigenen Arsches, peinliche Begegnungen mit Möchtegern-Schlampen und Neo-Debütanten. So verwirrend kann die schwule Welt sein. Gut, dass es Egbert Hörmann gibt. In über dreißig witzig-tiefgründigen Essays widmet sich der Satiriker den vielfältigen Geheimnissen des schwulen Lifestyles, zollt außerdem zahlreichen Künstler-Zeitgenossen den gebührenden Respekt und ist dabei so lustig und klug, dass man fast glauben könnte, er hätte Gott erfunden.

Quer 2007, 320 Seiten, kartoniert, 9,90 €

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Lee Hollis: Strategy for Victory

The Master of Spoken Punk Rock strikes back! Endlich Nachschub für die Hollis-Gemeinde. Ob großmäulige Wrestler aus der Nachbarschaft, das selbstmörderische Treiben der Stöckchenschnitzer in Alabama, die Gefahren eines Nachtbarjobs in Saarbrücken oder die absolut irrwitzigen sexuellen Vorlieben einer fragwürdigen G.I.-Bekanntschaft, der Spermbirds- und Steakknife-Frontmann Lee Hollis steigt erneut in den Ring und erzählt pointiert aus seiner Vita. Lees Blick auf den ungeschminkten Wahnsinn diesseits und jenseits des Atlantiks ist wie bereits in „Driving in a dead mans car“ und „Monsters“ mit einer überdosis Witz versetzt, für die Predigertypen wie Henry Rollins oder Jello Biafra ihren Talar verpfänden würden. Mit einem Vorwort von Muff-Potter-Sänger Nagel.

Ventil 2008, 108 Seiten, kartoniert, 9.90 €

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Richard Horne & Tracey Turner: 101 Dinge, die du gern selber erfunden hättest

... und ein paar, auf die besser nie jemand gekommen wäre. Wie funktioniert ein Lügendetektor? Seit wann gibt es eigentlich Toilettenpapier? Und wer hat eigentlich den Regenschirm erdacht? Die Welt ist voll von unglaublichen Er findungen. Es gibt viele nützliche, wie Mikroskope und den Schleudersitz, viele sinnlose, aber vergnügliche, wie die Achterbahn und Fußball, einige zweifelhafte, wie das Schießpulver, und einige, die eigentlich noch erfunden werden müssten, wie die Zeitmaschine. Viel zu viele Erfindungen jedenfalls, um sie alle zu kennen. Aber dafür gibt es ja dieses Buch mit den 101 interessantesten, merkwürdigsten und witzigsten Dingen, auf die wir Menschen bisher so gekommen sind. Das Buch gehört nicht unbedingt zu den 101 Dingen, die die Menschheit auf jeden Fall braucht, ist aber voll von interessantem sinnlosem Wissen, spielerisch aufbereitet und in einem sehr hübschen Design serviert.

Bloomsbury 2008, 101 Seiten, Kartoniert, 9.90 €

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Bruce Eric Kaplan: Edmund und Rosemary in der Hölle

Aus dem amerikanischen Englisch von Christian Detoux
An einem Sonntagnachmittag macht ein ganz normales Ehepaar einen Spaziergang durch sein Viertel in Brooklyn. Ehe Edmund und Rosemary sich versehen, befinden sie sich samt ihrer Katze Delia in einem nervenaufreibenden, einzigartigen Abenteuer, das mit einem Handy beginnt und am Ende der Welt aufhört. Was hindert uns daran zu erkennen, was wir in Wahrheit besitzen? In seiner wunderbar boshaft-komischen und eigenartig berührenden Bildergeschichte für Erwachsene gibt uns der berühmte Cartoonist des 'New Yorker' eine Antwort. Ein Buch für alle, die schon einmal im Stau - oder sich selbst im Weg - gestanden haben.

Dörlemann 2008, 127 Seiten, Gebunden, 16.90 €

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Frank Kelly Rich: Die feine Art des Saufens

Aus dem amerikanischen Englisch von Gunter Blank
Trink positiv! Nach diesem Motto hat Frank Kelly Rich ein Kompendium des gesitteten, aber konsequenten Saufens geschrieben. Nach ein paar Drinks mag es schwer fallen, aber beim Trinken gibt es viel zu bedenken, wenn man es mit Stil angehen will. Rich geleitet den Leser sicher durch die Nacht oder auch mal durch ein ganzes Wochenende. Die feine Art des Saufens ist Ratgeber und Gesellschaftskritik in einem - ein Buch voller Witz und Lebenskunst.

Tropen 2007, 202 Seiten, kartoniert, 14,80 €

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Heide Kolling: Honig aus dem zweiten Stock

Die Hausbesetzungen erlebten ihren Höhepunkt zur Blütezeit der sozialen Bewegungen in den 1980er Jahren. Einige der besetzten Häuser haben sich bis heute gegen den Trend zur Vereinzelung und individuellen Lebensbewältigung behaupten können. „Honig aus dem zweiten Stock“ bietet einen Einblick in den Alltag von vier Berliner Wohnprojekten und spiegelt das Bedürfnis nach einer solidarischen Form der Vergesellschaftung jenseits der kapitalistischen Verwertungslogik. Der Fotoband sammelt die Eigenarten der Häuser, die Gemeinsamkeiten in der vom gemeinschaftlichen Leben geformten Architektur, die ähnlichkeiten der alltäglichen Probleme im Hausprojekt und die Lust am Zusammenwohnen. Fotos und O-Töne fügen sich zusammen zu einer subjektiven Erzählung über Konzepte des alternativen Zusammenlebens - ein Stück gelebter Utopie

Assoziation A 2008, 128 Seiten, Kartoniert, 18,00 €

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Manfred Liebel & Gabriele Rohmann: Entre Fronteras - Grenzgänge. Jugendkulturen in Mexiko

Aus dem mexikanischen Spanisch von Dora de la Vega & Verónica Lencinas
Sie leben mit dem Tod vor Augen und verlieren trotzdem nicht die Lust am Leben. Jugendliche in Mexiko sind in einem ganz besonderen Maße Globalisierungsprozessen und der Spaltung zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden der Welt ausgesetzt. Mexiko ist das Tor zwischen der so genannten Ersten und der so genannten Dritten Welt, seit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens NAFTA außerdem Paradebeispiel für Arbeitsmigration trotz gleichzeitiger Abschottung der USA. In den verschiedenen Jugendkulturen Mexikos spiegelt sich diese mehrfache Grenzziehung deutlich wider. Die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbandes stellen Punks, Tagger, Raver, Pachucos, Cholos, Raztecas u.a. vor, analysieren deren Stil, Verhalten und Einstellungen und veranschaulichen überlebensstrategien sowie Parallelen und Brüche zu europäischen und nordamerikanischen Jugendkulturen.

Archiv der Jugendkulturen 2007, kartoniert, 136 Seiten, 20,00 €

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Stefan Maelck: pop essen mauer auf

Wie der Kommunismus den Pop erfand und sich damit selbst abschaffte. Mit dem Wiederauffinden der legendären Hartholz-Akte muss die Geschichte der Popmusik neu geschrieben werden: In Wahrheit ist der Pop eine perfide Ausgeburt des Kommunismus: Er sollte die dekadente westliche Jugend dauerberieseln und so das kapitalistische System schwächen. Wer hätte geahnt, dass diese Waffe eines Tages wie ein Bumerang zurückkehren und die Mauer zum Einsturz bringen würde? Vorsicht: Satire!

Rowohlt 2007, 160 Seiten, kartoniert, 7.95 €

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Sabine Müller & Max Nuscheler (Hg.): Kopfhörer - Kritik der ungehörten Platten

„Man muss Phil Collins nicht gehört haben, um zu wissen, dass er scheiße klingt.“ Denken Sie an eine bekannte Platte, an ein legendäres Album. Sie kennen es. Vom Hörensagen. Selbst nie gehört. Sie glauben zu wissen, wie die Scheibe klingt, klingen müsste. Sie glauben über die Band, die Musik, die Anhänger oder gar den poptheoretischen Zusammenhang Bescheid zu wissen. Und sicher gibt es gute Gründe, warum Sie die Platte nie gehört haben. Sie schreiben dennoch einfach eine Rezension aus dem Blickwinkel: Kenn ich nicht, schreib ich aber trotzdem drüber. So haben sich die AutorInnen dieses Buches dem Thema "Platten" genähert. Völlig selbstsicher und behauptend. Anmaßend. Voller Ehrfurcht. Entlarvend. Analysierend. Mit dem mangelnden Respekt vor vermeintlichen Meilensteinen der Musikgeschichte. Entstanden ist eine Sammlung, die offenbart, dass der gemeinen Plattenkritik kaum zu trauen ist. Mit exclusiven Texten von Barbara Morgenstern, Linus Volkmann, Martin Büsser, Jan Off, Sonja Eismann, Harald 'Sack' Ziegler u.v.a. Viel Spaß beim Nichthören.

Salon Alter Hammer 2008, 184 Seiten, Kartoniert, 11.90 €

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Bertie Marshall: Berlin Bromley

London im Jahr 1976. Bertie Marshall ist 15 Jahre alt und beschließt, sich von nun an Berlin Bromley zu nennen. Berlin wegen der Hauptstadt der Goldenen Zwanziger, die ihn seit dem Film „Cabaret“ nicht mehr loslässt, Bromley nach dem provinziellen Vorort, in dem er und seine Eltern leben. Es ist das Jahr von Punk, und Berlin lernt Siouxsie Sioux und die Sex Pistols kennen. Für Berlin hat 1976 jedoch noch sehr viel weiter reichende Folgen. Nach diesem Jahr wird nichts mehr sein, wie es vorher einmal war. Er entdeckt seine Homosexualität, taucht in die schwule Subkultur Londons ein und landet auf dem Straßenstrich. Vollgepumpt mit Speed findet er sich in fremden Betten wieder und nur noch selten den Weg zurück in sein Elternhaus. Gleichzeitig erzählt „Berlin Bromley“ aber auch von einem androgynen, schüchternen und wortkargen Jungen, der sich am liebsten in Tagträume und alte Bücher flüchtet. Bekenntnisse aus dem Herzen von Punk, ein rauschhaftes Fest der pubertären Desorientierung, das nicht nur Bertie, sondern eine ganze Generation in ihren Bann gezogen hat.

Ventil 2008, 176 Seiten, Kartoniert, 11.90 €

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Craig O’Hara: Philosophie of Punk

Das US-Standardwerk zur Geschichte von Punk- & Hardcore erstmals übersetzt

Ventil-Verlag, 120 Seiten & Fotos., Karton, 11,90 €

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Jan Off: Vorkriegsjugend

Wenn Leute, die Anfang der 80er mit »No Future«-Jacke rumgelaufen sind, 20 Jahre später darüber Bücher schreiben, ist es offensichtlich, dass der einstige heroische Vorsatz nicht ernsthaft genug umgesetzt wurde. Schon deshalb ist dies ein lustiges Buch.
Jan Off hat viel Spaß dabei, mit diesem Werk seine pubertären Sauf-, Prügel-, Sex- und Drogen- und Punkrockgeschichten wieder aufleben zu lassen. Alle großen Jungs, die nicht schon mit sechzehn beschlossen hatten, ein warmes Plätzchen im Arsch der Gesellschaft dem wilden Leben im kalten Herz der Betonstädte vorzuziehen, werden sich in der ein oder anderen Story unschwer wieder erkennen. Vielen wird's peinlich sein, aber wer drüber lachen kann, hat reichlich Gelegenheit und verliert ebenso schnell die ironische Distanz, wie der Autor, der sich im Geleitwort anfangs noch über heutige Punks mokiert, aber abschließend feststellt: »Und ja, ich gebe es zu, trotz meiner oben geschilderten Bedenken genießen auch die kleinen Punker von heute meine Sympathie – zumindest, wenn sie in einer Gegend zu Hause sind, in der ein 'deutschnationaler' Lebensstil längst zum Mainstream geworden ist. Auf dass sie das Pflaster unserer Innenstädte noch möglichst lange mit dem Auswurf ihrer malträtierten Lungen benetzen mögen! Der Volkskörper braucht nichts dringender als eine chronische Schuppenflechte.«

Ventil 2003, 160 Seiten, kt., 9,90 €
ab Oktober 2004 auch als Hörbuch, CD, 70 min., 9,90 €

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John Robb: Punk Rock - Die ganze Geschichte

Aus dem Englischen von Martin Büsser und Chris Wilpert
Mit John Lydon, Malcolm McLaren, Captain Sensible, Ari Up, Charlie Harper, Poly Styrene, Siouxsie Sioux und zahlreichen anderen Gesprächspartnern hat John Robb einige der wichtigsten ProtagonistInnen des Punk in lockerer Atmosphäre vors Mikro gebracht. Sie erzählen, was sie zu Punks hat werden lassen; welche Musik sie vor Punk gehört haben; welches die besten Punkkonzerte waren und was sich auf ihnen abgespielt hat.

Ventil Verlag 2007, 528 Seiten, kartoniert, 19.90 €

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Martin Sonneborn: Das Partei-Buch - Wie man in Deutschland eine Partei gründet und die Macht übernimmt

Fast zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer versucht eine schmierige kleine populistische Oppositionspartei, in Deutschland die Macht zu übernehmen und das Land wieder zu teilen! Als "Titanic"-Chefredakteur hat Martin Sonneborn im August 2004 Die Partei gegründet, um die Mauer wieder aufzubauen. Wenige Wochen später ergaben Forsa-Umfragen, dass 21 Prozent der Bundesbürger sich mit diesem Vorhaben identifizieren können. Heute hat Die Partei über 8000 Mitglieder in Ost und West und immer noch erklären Leute: "Schon mein Großvater war in der Partei, ich möchte auch zu euch!" Das politische Handwerk hat Martin Sonneborn von der Pike auf gelernt: Zuerst ist er in sämtliche deutsche Parteien eingetreten (lediglich NPD und DVU wollten ihn wegen seiner Aktionen gegen Nazis nicht aufnehmen). Dann führt er mit seiner "Titanic"-Redaktion undercover medienwirksame Wahlkämpfe im Namen der Hessen-CDU ("Die Ausländer sind da. Schöne Scheiße. Ihre CDU"), der Möllemann-FDP ("Judenfrei und Spaß dabei!") und der Bayern-SPD ("Wir geben auf. SPD"). Auch die Aktionen der Partei - Mauerbau am 9. November an der innerdeutschen Grenze (mithilfe der IG Bau), Ebay-Versteigerung von TV-Wahlwerbespots zur Bundestagswahl, Staatsbesuch in Georgien (mit Kniefall und Kranzniederlegung), Kanzlerkandidatinnen-Casting vor 800 Zuschauern ("Wir suchen junge, hübsche Frauen mit politischen Visionen") - sind stets von Medieninteresse begleitet.
Das Buch vom unaufhaltsamen Aufstieg der Partei ist ein unentbehrliches Brevier für alle, die in Deutschland an die Macht möchten: Lustiger als das CDU-Parteibuch, auflagenstärker als das SPD-Parteibuch, seriöser als die gesamte FDP!

KiWi 2009, 239 Seiten, Kartoniert, 8.95 €

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Robert & Philip Spence: Struwwelhitler - A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit

Es war ein bescheidenes Buch, den Kriegszeiten entsprechend, auf schlechtem Papier und in kleinem Format gedruckt - aber es war sofort ein großer Erfolg. Der „Struwwelhitler“ von Robert und Philip Spence, eine Parodie des Original-Struwwelpeter, erschien erstmals1941. Er war ihr Beitrag zum „Daily Sketch War Relief Fund“, der die britischen Truppen und die Opfer des deutschen Luftkriegs unterstützte. Die Neuausgabe von 2009 ist ein Reprint der Ausgabe von 1941 in deutscher und englischer Sprache.

Autorenhaus 2009, 24 Bl. m. farb. Illustr., Kartoniert, 10,00 €

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Superclub Nonbook Publishing: Legends of Rap

Ein einleitender englischer Text und 32 Sammelkarten mit Illustrationen und bio- sowie diskografischen Angaben über Afrika Bambaataa, Beastie Boys, Grandmaster Flash, Run DMC, Sugarhill Gang und vielen anderen Rap-Legenden.

Vice Versa 2007, 32 Karten im Pappkarton, 24.80 €

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Jutta Swietlinski: Wenn Ally Frauen küsst... Lesben in Fernsehserien

Allen, die öfters mal das Fernsehgeschehen verfolgen, ist wohl schon aufgefallen, dass mittlerweile fast jede Serie das ein oder andere lesbische Paar hat. Ob es sich nun um eine deutsche Serie wie „Lindenstraße» oder eine amerikanische Serie wie „Ellen» handelt. Gleichgeschlechtliche Liebe scheint ein Stück weit zur Fernseh-Normalität zu gehören.
Inwieweit dies für amerikanische Serien im deutschsprachigen Fernsehen zutrifft, hat die Autorin für ihr Buch untersucht. Anhand von Serien aus den verschiedensten Genres (von „Star Trek» über „Emergency Room» bis natürlich hin zu „Ally McBeal») zeigt Swietlinski auf, wie Lesben in den verschieden Serien mit welcher Intention dargestellt werden. Die Spannbreite ist groß: Von Frauen die andere Frauen küssen, um einen lästigen Verehrer los zu werden bis hin zu Frauen, für die es völlig normal und schön ist eine andere zu küssen, ist alles zu sehen.
Dass hierbei die ein oder andere Publikumsheldin ihr Fett weg kriegt oder eine Serie zur „Sendung für den Mann» degradiert wird, ist klar. Aber es war längst an der Zeit, ein (auch mal kritisches) Auge auf diese Entwicklung im Fernsehen zu werfen.



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Dirk Szusies: Resist!

Das LIVING THEATRE aus New York ist das wohl berühmteste politische Straßentheater der Welt. Es agierte und agiert mit geringsten Mitteln weltweit auf Straßen und Bühnen, auf Ground Zero oder beim G8-Gipfel in Genua. Der Film dokumentiert verschiedene Aktionen des Theaters von 1964 bis 2003 und eine Veranstaltung mit der Gründerin Judith Malina an ihrem 80. Geburtstag im Juni 2006. Malina musste als 15jährige Deutschland auf der Flucht vor den Nazis verlassen. Sie versteht sich als gewaltfreie Anarchistin und hat mehr als einmal Freiheit, körperliche Unversehrtheit und Leben riskiert um ihrer politischen Meinung Ausdruck zu verleihen.

Karin Kaper 2006, 90 min., DVD, OmU, 24,95 €

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Jürgen Teipel: Verschwende Deine Jugend

Ein Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave. Jürgen Teipel lässt Campino, Blixa Bargeld, Ben Becker und viele andere mehr erzählen, wie aus der Punk-Explosion von 1977 eine blühende Subkultur entstand.

Suhrkamp 2001, 375 Seiten, Karton, 12,50 €

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testcard - Beiträge zur Popgeschichte #6: Pop-Texte

Pop-Texte - ausgerechnet zu einem Thema, das Abhandlungen über Sprachgesten, Sprechakte und Literarizität im Rahmen der Popkultur hätte aufnehmen können, sind vorwiegend Beiträge entstanden, die mehr erzählen als theoretisieren. Die Texte der meisten Autorinnen und Autoren setzten sich wohltuend vom herkömmlichen Diskurs ab, mit der die Pop-Theorie das Gewicht ihres - oft als leicht befundenen - Sujets zu erhöhen sucht.
testcard ist eine Zeitschrift, die sich der ernsthaften, manchmal aber auch augenzwinkernden, Auseinandersetzung mit Popkultur widmet und als eine der ersten deutschen Cultural Studies-Beiträge gilt.
Der sechste Band beinhaltet Aufsätze zur Krise der Kritik, zu Pop-Texten von Frauen, zu dem Ghetto-Begriff von HipHop und Punk, der versteckten Botschaft im Sesamstraßen-Evergreen Mah Na Mah Na und zu The Red Krayola, Albert Marcoer, Nurse With Wound und Crass, Who the fuck is Luther Blissett?. Inhaltlich geht es um die im Einleitungstext beschworene, seit Mitte der Neunziger virulente, Song-Krise (M. Büsser) und die Krise der Musikkritik, die selbst kritikabel geworden ist (R. Behrens). Weiterhin werden die Texte bestimmter Genres und die Bedeutung der Songtexte einzelner Bands als deren konstituierendes Merkmal (CRASS) analysiert. Die Verbindung zwischen Theorie und Praxis gelingt. Abgerundet wird der Band durch eine umfangreiche Auswahlbibliographie und die obligatorischen Tonträger-Rezensionen, die durch den Dschungel der Neuerscheinungen weisen und sich nicht der alles ist schön-Ideologie viel zu vieler Musikzeitungen anschließen.

Ventil Verlag 1999, Karton, 14,32 €

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testcard - Beiträge zur Popgeschichte #17: Sex

Sex jenseits des Patriarchats – geht das? testcard stellt die alte Frage nach einem besseren Sex für eine bessere Gesellschaft neu. Sexualität ist als Thema in linke Diskurse und Lebensbereiche zurückgekehrt. Die Möglichkeit einer freien, selbstbestimmten Sexualität kann in der Linken wieder gedacht und thematisiert werden. Im Dezember 2006 hatte Texte zur Kunst ein Sonderheft zum Thema „Porno“ veröffentlicht, Phase 2 ging im Sonderheft „Mehr Geschlecht als recht“ der Frage nach Sex jenseits des Patriarchats nach, der 2007 im Unrast Verlag erschienene Reader „Das gute Leben - Linke Perspektiven auf einen besseren Alltag“ widmet sich fast ausschließlich Fragen nach befreiter Sexualität. In zum Teil sehr persönlichen Artikeln und Gesprächen geht die vorliegende testcard-Ausgabe deshalb der Frage nach, wie sich Sexualität heute jenseits patriarchaler Muster und tradierter Geschlechterrollen leben lässt.

Ventil 2008, 288 Seiten, kartoniert, 14.50 €

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Testcard Nr. 18: Regress

Nahezu alle im Zuge von 1968 erkämpften Errungenschaften werden derzeit wieder schrittweise abgeschafft. „testcard“ Nr.18 wirft einen kritischen Blick auf den reaktionären Backlash, den die westlichen Gesellschaften in den letzten Jahren erfahren haben. Dies betrifft die Renaissance von Religionen aller Art, spirituelle und irrationale Lebensmodelle, die erstarkte Bedeutung der Kleinfamilie und von traditionellen Geschlechterrollen, Neoromantik und Eskapismus in der Kunst und Musik und den Abbau von Bürgerrechten. Die neue Stimme der Reaktion kommt jedoch nicht einfach nur „von oben“. Phänomene wie flächendeckende Kameraüberwachung werden von einem Großteil der Bürger begrüßt oder sogar ausdrücklich gefordert. Filme wie „Keinohrhasen“ oder Bücher über spirituelle Erlebnisse auf dem Jakobsweg feiern deshalb so große Erfolge, weil sie den regressiven Nerv der Zeit treffen. Doch wie konnte es zu einem solchen Mentalitätswandel kommen? Warum gehen Prekariat und zunehmende Entrechtung nicht mit Protesten einher, sondern mit der Flucht in Denk- und Lebensmodelle, die den Anschein erwecken, es habe das Projekt Aufklärung nie gegeben? „testcard“ Nr.18 vermeidet einseitige Schuldzuweisungen und versammelt erstmals in einer Anthologie kritische Analysen zu einem Rückschritt, der alle gesellschaftliche Bereiche erfasst hat.

Ventil 2009, 304 Seiten, Kartoniert, 14.50 €

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Walter van Rossum: Die Tagesshow

Wenn sich das Land um 20 Uhr vor den Fernseher setzt, dann zelebriert die Mediengesellschaft ihre Kommunion. Niemand schaut die „Tagesschau“, um die Welt zu begreifen. Man kann sagen: Die Sendung verwandelt die Realität in eine Art endlose „Lindenstraße“. Die „Tagesschau versteht sich jedoch (genau wie andere Nachrichtensendungen) nicht als Fiktion, sondern als informative Dienstleistung. Diesen Mythos nimmt Walter van Rossum nach allen Regeln der Kunst auseinander

KiWi 2007, 208 Seiten, kartoniert, 8,95 €

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Verlagsporträt: Ventil Verlag

Der Verlag Jens Neumann begann als Verlag zur Förderung junger, experimenteller Literatur. Mit Martin Büssers If the kids are united - von Punk zu Hardcore und zurück veröffentlichte er 1995 sein erstes Sachbuch. Büssers Chronik der Punk-Szene ist in Deutschland das erste und bislang einzige Buch, das die Punk-Kultur sachkundig aus der Szene heraus dokumentiert. Im selben Jahr hatte Martin Büsser im Eigenverlag die Taschenbuchreihe testcard - Beiträge zur Popgeschichte gegründet. Seit Herbst 1995 erscheinen die testcard-Bücher halbjährlich mit einem jeweiligen Schwerpunktthema. Als ernsthafte Auseinandersetzung mit Popkultur und als einer der ersten deutschen Cultural Studies-Beiträge, hat testcard bis heute eine hohe Presseresonanz. Nach zwei testcard-Ausgaben (Pop und Destruktion und Inland) taten sich der Verlag Jens Neumann und testcard zusammen: testcard wurde damit nicht nur zum festen Bestandteil des Verlages Jens Neumann, sondern auch der Verlagsschwerpunkt änderte sich nun: Eine neue Reihe, die Bibliothek der Popgeschichte, entstand. Sie ist Forum für eine kritische Auseinandersetzung mit Popkultur, aber auch für Essays, Porträts sowie Photographie und Kunst im Pop-Kontext.
Auch der literarische Schwerpunkt hat sich seither geändert: In der Reihe Popliteratur präsentiert der Verlag Autorinnen und Autoren mit dem gewissen Groove. Den Anfang machte Lee Hollis mit Driving In A Dead Man's Car. Der in Deutschland lebende Punk-Sänger (von u.a. Spermbirds, 2 Bad) präsentierte gallig witzige Stories über religiöse Fanatiker in den USA, das Leben als Musiker on the road und über seine Erlebnisse als Roadie bei Deep Purple. Monsters, der neue Prosaband von Hollis, den die Junge Welt den sympathischeren Henry Rollins nennt, wird für April 1999 mit Spannung erwartet. Weitere Bücher aus der Reihe Popliteratur sind Köfte, Erzählungen des Poetry-Slammers Jan Off (Geschichten, so schmierig ungewaschen wie das richtige Leben), der Roman angst sucht hase von Kai Damkowski und Super Lupo - Jeder Freund ist anders von Linus Volkmann. Volkmanns nur scheinbar naive Geschichten versetzen die Figuren aus dem Fix und Foxi-Comic in die gar nicht mehr so naive Realität, wo sie mit Heroin, der Musik von AC/DC und einem ausgeprägten Triebleben konfrontiert werden.
testcard ist inzwischen bei der sechsten Nummer angelangt. Nach Nr.3 Sound (die sich vorwiegend der elektronischen Musik und Klang-Pionieren wie John Cage gewidmet hatte), Nr. 4 Retro-Phänomene in den Neunzigern und Nr.5 Kulturindustrie (eine Auseinandersetzung mit Adorno/Horkheimer) erschien im Dezember 1998 die bislang jüngste Nummer Pop-Texte. (Besprechung folgt im Anschluß.) Für 1999 stehen damit noch zwei testcard-Ausgaben aus Nummer 7 wird im April erscheinen und sich mit Popliteratur beschäftigen (Beiträge über Rolf Dieter Brinkmann, Hubert Fichte, Rainald Goetz, die Krise des Social Beat u.v.m.), Nr.8 erscheint im Winter ´99 und widmet sich der Frage, wie Sexualität in der Popgeschichte thematisiert und repräsentiert wird. Auch die Reihe Bibliothek der Popgeschichte ist seit 1996 angewachsen.
Martin Büsser veröffentlichte dort sein zweites Buch Antipop. Auch Roger Behrens stellt sich in seinem Sammelband Ton Klang Gewalt die Frage, inwieweit Pop als linke, subversive Kultur tauglich ist. Seine provokative These lautet: Eine kritische Kultur muß, um politisch zu sein, entpolitisiert werden. Zusammen mit Adorno, Walter Benjamin und Ernst Bloch skizzieren seine Texte eine kritische Musiksoziologie dieses Jahrhunderts.
Der jährlich erscheinende Fandom Research (Index über die Fanzine-Szene), das OX-Kochbuch (Musikerinnen und Musiker stellen vegetarische Rezepte vor) und der Photoband Got to land somewhere von Lee Hollis und Anne Ullrich (eine Chronik der Punkgeschichte, festgehalten in lebhaften Live-Photos) ergänzen die Reihe, deren Ziel es ist, so offen und unberechenbar zu sein wie die Popkultur selbst. Etablierte Verlage haben inzwischen die Bedeutung der Popkultur für unsere Zeit erkannt und setzen auf Pop-Zugpferde wie Rainald Goetz. Es bedarf allerdings einer lebendigen Szene, die verhindert, daß Pop nicht zu genau der verstaubten Hochkultur wird, gegen die er sich einmal wandte. Für ein solches Gegengewicht sorgt der Verlag Jens Neumann.


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Feridun Zaimoglu: Kopf und Kragen

Aus Stories, Reportagen und fiktiven Interviews mit seltsamen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hat der Mitbegründer von Kanak Attack sein persönliches Kanak-Kultur-Kompendium zusammengestellt. Geschmacklos und treffsicher.

Fischer TB 2001, 191 Seiten, 12,00 €

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