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Selbstläufer Shirts
Klamotten mit politischen Motiven haben wir ja schon immer im Angebot. Dank eines neuen Bonner Projekts haben wir das Sortiment in diesem Bereich jetzt etwas erweitern können. „Selbstläufer-Shirts“ drucken selbst und verwenden ausschließlich T-Shirts, welche aus 100% zertifizierter Bio-Baumwolle hergestellt wurden und bei deren Herstellung die Nutzung von „grüner“ Energie (z.B. aus Wind- und Solarkraft) mit einbezogen wird. Dies gilt auch für die Nähereien und die Lager und Büros, die diese T-Shirts vertreiben. Darüber hinaus spielen bei der Produktion der hier verwendeten T-Shirts soziale Aspekte insofern eine Rolle (Sweatshop free), dass Kinderarbeit verboten ist, gerechte Löhne gezahlt werden usw. Eine Auswahl der zum Teil recht witzigen Motive gibt es auf www.sl-shirts.de/motive und zum Anprobieren im Le Sabot. Die Shirts sind zwar teurer als üblich aber unter dem Gesichtspunkt korrekterer Produktionsbedingungen ihre 20 Euro allemal wert. |
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Jan Böhmermann: Alles, alles über Deutschland - Halbwissen kompakt
Statistiken beweisen: Immer mehr Deutsche haben immer weniger Ahnung von ihrem Heimatland und werden deshalb in die Hände radikaler Splitterparteien (z.B. SPD) getrieben. Im Wahljahr eine Katastrophe! Doch jetzt kommt Hilfe! Dieses Lehrbuch ersetzt sechs bis vierzehn Jahre Schule und erklärt die Bundesrepublik Deutschland ganz ohne anstrengende Fachbegriffe, verwirrende Schachtelsätze und umständliche Formulierungen, dafür aber mit zwei Extraportionen Witz und Humor. In Zusammenarbeit mit renommierten Parawissenschaftlern und prominenten Gastautoren wie Katrin Bauerfeind, Friedrich Küppersbusch, Martin Sonneborn, Arnd Zeigler und vielen mehr destilliert Autor Jan Böhmermann zweitausend Jahre deutsche Geschichte auf exakt 224 Seiten und beweist: Deutschland ist nicht so kompliziert, aber dreimal lustiger, als "FAZ" und RTL uns glauben machen. Im Blitzdurchlauf werden Angst- und Laberfächer mal so richtig durchgenommen: Von Geografie (Die Schweiz, das Nepal Mitteleuropas), Religion (Welche ist die beste), Wirtschaft (Arm, aber warm: Die Dritte Welt stellt sich vor) bis hin zu Geschichte (1933-45: Die Nazis besetzen Deutschland) ist alles dabei, was in der Schule Rang und Namen hat. Abschluss- und Kurztests stellen hundertprozentiges Verständnis sicher, und zahlreiche launige Bastelanleitungen (Mauer im Kopf) und themenbezogene Lernspiele (RAF-Memory) machen "Alles, alles über Deutschland" zum Geschenkbuch des Jahres. |
Kiepenheuer & Witsch 2009, 270 Seiten, Kartoniert, 12.95 €
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Raphael Böß: Step into a world! - HipHop zwischen Marginalität und Mitte
Was in den USA vor über 30 Jahren als kreative Ausdrucksform in der gesellschaftlichen Peripherie entstand, hat mittlerweile als kulturindustrielles Produkt weltweite Verbreitung gefunden. Ästhetik und Symbolik des HipHop sind als inhalts- und kontextlose Waren global verfügbar geworden. Ausgehend von aktuellen Diskussionen zu Kultur, Identität, Geschlecht und Differenz wird die scheinbar kontinuierliche Entwicklung des HipHop von einer inklusiven kulturellen Ausdrucksform Marginalisierter zum massenkompatiblen Differenzprodukt diskutiert. Im Mittelpunkt steht insbesondere die Frage, inwiefern es sich bei HipHop um eine oppositionelle Gegenkultur handelt, deren kulturellen Zeichen und Identitätskonstruktionen politisches Potenzial zuzuschreiben ist, und wie dieses durch zunehmende Kommerzialisierung und globalen Erfolg beeinflusst worden ist. Anknüpfend an postkoloniale Theorieansätze werden neben der Entstehungsgeschichte in den USA insbesondere die Entwicklungen in Deutschland nachgezeichnet, wobei mit der HipHop-Historie in der DDR sowie der Rolle weiblicher Akteure bisher kaum beachtete Aspekte näher beleuchtet werden.
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Unrast 2009, 160 Seiten, Kartoniert, 14,00 €
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Martin Büsser, Jonas Engelmann u. Ingo Rüdiger: Emo - Portrait einer Szene
Wohl kaum eine Jugendkultur erlebt derzeit einen solch starken Zulauf wie die Emo-Szene - und dies weltweit. Gleichzeitig ist die Kultur massiven Anfeindungen ausgesetzt - von tätlichen Übergriffen wie in Lateinamerika bis hin zu Diskussionen über ein Verbot der Szene im russischen Parlament. Die ansonsten um Erklärungsmuster nicht verlegenen bürgerlichen Medien stehen Emo seltsam sprachlos gegenüber. Dies mag daran liegen, dass sich das Phänomen Emo schwer einordnen lässt: handelt es sich um eine Subkultur oder ein Modephänomen? Und haben diese beiden Elemente etwas miteinander zu tun? Zu unterscheiden ist zwischen zwei Entwicklungen: Einerseits bezeichnet der Begriff "Emo" seit den 1980er-Jahren eine Entwicklung im amerikanischen Hardcore, die auf das zunehmende Machogehabe innerhalb der Szene mit einer Betonung von Emotionalität reagiert - sowohl auf textlicher wie auch auf musikalischer Ebene. Aus dieser Bewegung hat sich eine Musikszene entwickelt, die sich bewusst mit dem Label Emo schmückt (Jimmy Eat World, Promise Ring etc.) und damit einige beachtliche Erfolge verbuchen kann. Etwa seit dem Jahrtausendwechsel entstand parallel dazu eine Szene, die optisch dem entspricht, was heute mit Emo assoziiert wird. Diese versteht sich, anders als die Musikszene, nicht als explizit politisch, hat aber mit ähnlichen Vorurteilen zu kämpfen: Den Emo-Musikern wurde eine Verwässerung und Verweichlichung von Hardcore vorgehalten, die jüngeren Emos werden wegen ihrem androgynen Auftreten angefeindet. Der Reader nähert sich als erste deutschsprachige Publikation diesem Phänomen, die Hintergründe ihrer Entstehung werden beleuchtet, Entwicklungslinien nachgezeichnet und Fragen gestellt: Hat Emo das Potential, dauerhafte Veränderungen beispielsweise der Geschlechterrollen herbeizuführen? Welche Codes sind für Emo heute konstituierend? Auf welchen (sub-)kulturellen Hintergrund wird Bezug genommen? In welchem Verhältnis steht diese Jugendkultur zu historischen, vergleichbaren Bestrebungen der Auflösungklarer Geschlechterrollen (der frühe Bowie, Roxy Music, New Wave)? |
Ventil 2009, 221 Seiten, Kartoniert, 16.90 €
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Mike Glindmeier, Folke Havekost & Sven Klein: St. Pauli ist die einzige Möglichkeit
Drei Fans, ein Gedanke: St. Pauli ist die einzige Möglichkeit. Mike Glindmeier, Folke Havekost und Sven Klein begleiten den Club vom Millerntor seit mehr als zwei Jahrzehnten privat und professionell - als Anhänger, Mitarbeiter und Journalisten, mit Vergnügen wie mit Verdruss. Ihre "Triographie" erzählt die Vereinsgeschichte anhand bedeutender Spiele und Ereignisse und verschränkt die Erfahrungen und Erlebnisse der Autoren zu einem vielfältigen und spannungsreichen Bild des Mikrokosmos FC St. Pauli. Der Club vom Kiez hat keine Meisterschaften aufzuweisen, aber den Ruf als "etwas anderer Verein". Er gilt als linksalternatives Korrektiv zum deutschen Fußball-Konservatismus, als Anlaufpunkt kritischer Fans aus ganz Deutschland, als stimmungsvolles Party-Zentrum im Rotlichtviertel. Die Autoren heften sich dem Phänomen FC St. Pauli an die Fersen, stets auch zur erkenntnisfördernden Blutgrätsche bereit. Ihr Buch ist eine nahe Beschreibung des Geschehens auf und neben dem Platz - und zugleich eine unkonventionelle Liebeserklärung an den Verein. |
PapyRossa 2009, 283 Seiten, Kartoniert, 16.90 €
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