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Bernhard Schmid : Die arabische Revolution?

Soziale Elemente und Jugendprotest in den nordafrikanischen Revolten
Anfang 2011 hätte wohl niemand für möglich gehalten, dass die seit Jahrzehnten bestehenden Regime in der arabischen Welt so schnell ins Wanken geraten könnten.
Doch nachdem sich in Tunesien aus Sozialprotesten eine Revolte gegen den Diktator Ben Ali entwickelte, fallen die arabischen Herrscher wie Dominosteine: Erst Ben Ali, dann Mubarak, als nächstes Gaddafi. Während einige Linke sich noch nicht recht entscheiden können, ob Gaddafi nicht doch irgendwie auch Sozialist war, sehen andere vor allem die Sicherheit Israels bedroht. Doch was wollen die Protestierenden eigentlich? Wie verhält es sich mit den Kräfteverhältnissen in Bewegung und Gesellschaft und wie sind die Geschehnisse aus emanzipatorischer Sicht zu bewerten? Diese Fragen diskutiert Bernhard Schmid und nimmt dabei sowohl die Gemeinsamkeiten, als auch die Unterschiede in den verschiedenen arabischen Ländern in den Blick. Ferner stehen das Verhältnis des Westens zu seinen arabischen Diktatoren, sowie die Frage, was das Ganze eigentlich mit uns und der deutschen Protestlethargie zu tun, auf der Tagesordnung.
Edition Assemblage 2011, 118 Seiten, Kartoniert, 978-3-942885-02-7
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12.80 € Nach oben
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MIrja Keller , u. a. : Antifa

Erstmals ist ein Buch zur antifaschistischen Bewegung in Deutschland erschienen und zwar in der Reihe theorie.org. In neun Kapiteln wird ihre Geschichte von 1918 bis 2007 behandelt. Von der Novemberrevolution 1918 bis zum G8-Gipfel in Heiligendamm reicht die Einführung. Für die 1990er Jahre wird insbesondere die Organisierung unter dem “Konzept Antifa” beschrieben. Die Antifaszene der Jahre ab 2000 wird als ein Prozeß der (inhaltlichen) Ausdifferenzierungen benannt. Im letzten Kapitel “Wie weiter?” wird der Erfolg der antifaschistischen Bewegung für die Zukunft in drei Faktoren gesehen: Einer multidimensionalen Gesellschaftskritik, “eine Orientierung an der Praxis”, die auf die Gesellschaft wirkt und “eine gewisse verbindliche Struktur” (S. 160).
Der Band ist als gelungene Einführung sowohl alten Hasen als auch Menschen, die sich erstmals mit dem Thema Antifa beschäftigen, zu empfehlen. Wohltuend ist die sachliche Beschreibung der einzelnen Strömungen besonders nach 2000, bei der die AutorInnen nicht Partei für eine Richtung ergreifen. Ein Manko des Buchs ist das es mit dem Jahr 2007 endet. In den letzten vier Jahren hat es einige wichtige Entwicklungen in der Antifaszene gegeben und verschiedene Naziaufmärsche wurden erfolgreich verhindert (z.B. in Dresden 2010 und 2011), was in dem Buch aber keine Berücksichtigung findet.
Schmetterling Verlag 2011, 180 Seiten, Kartoniert, 978-3-89657-665-1
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Willi Baer , u.a. (Hg.) : Wir sind ein Bild der Zukunft - auf der Straße schreiben wir Geschichte

Im Winter 2008 durchbrachen Unruhen und Aufruhr den Alltag in Griechenland. Es war mehr als ein Protest gegen Staat und Kapital. Die Intensität der Krawalle war außergewöhnlich genauso wie die Solidarität und Organisation der Revoltierenden. Was brachte erst Athen und dann das ganze Land zum Explodieren? Antworten auf diese Frage sucht das Buch "Auf der Straße schreiben wir Geschichte". Das Buch schildert die Erschießung eines Athener Jugendlichen durch einen Polizisten im Dezember 2008 und wie aus der Wut darüber Aufruhr wurde. Es enthält Interviews mit ZeugInnen und TeilnehmerInnen der Revolte und Texte, die im Netzwerk der Protestierenden kursierten. Zudem thematisiert es die Mythen der Dezember-Revolte, die unter vielen AktivistInnen außerhalb Griechenlands kursieren.Der Laika-Verlag veröffentlicht die deutsche Übersetzung dieser überfälligen Auseinandersetzung mit der griechischen Revolte in seiner Edition Provo.
Laika, 2010, 368 Seiten, Kartoniert, 978-3-942281-82-9
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24,90 € Nach oben
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Ronny Blaschke : Angriff von Rechtsaußen

Seit vielen Jahren bemüht sich die rechtsradikale Szene, bei den Fußballfans Einfl uss zu gewinnen zuweilen mit Erfolg. Der Journalist Ronny Blaschke hat Beispiele recherchiert: NPD-Mitglieder rekrutieren Nachwuchs in der Anhängerschaft des 1. FCLok Leipzig; in Sachsen-Anhalt arbeitet ein Rechtsradikaler als Jugendtrainer; in Dortmund gibt es Überschneidungen zwischen Autonomen Nationalisten und Fanszene. Dass bei Teilen der Fans rechtsextreme Einstellungen verwurzelt sind, zeigt sich, wenn rassistische, antisemitische oder schwulenfeindliche Parolen angestimmt werden.
Blaschke sprach mit Neonazis ebenso wie mit Sozialarbeitern, Forschern und Vertretern aus Politik und Verfassungsschutz. Sein Buch gewährt alarmierende Einblicke in ein Problemfeld, über das wenig bekannt ist. Zugleich wertet es Erfahrungen und Vorschläge aus, wie dem Einfluss Rechtsradikaler in den Vereinen und Stadien begegnet werden kann. Und es plädiert für eine politische Diskussionskultur in einer Branche, die sich ihrer sozialen Verantwortung selten bewusst ist.
Die Werkstatt, 2011, 240 Seiten, Kartoniert, 978-3-89533-771-0
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16,90 € Nach oben
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Einstellungsbündnis : Das zarte Pflänzchen der Solidarität gegossen

Hier ist das Fazit des Bündnisses zu den Verfahren und dem Prozess wegen Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg).
Nach drei Jahren Solidaritätsarbeit und der Verurteilung von Axel, Florian und Oliver wegen versuchter Brandstiftung an Bundeswehr-LKW im Berliner mg-Prozess legt das Einstellungsbündnis sein Resümee vor. Die Soli-Gruppe beschreibt unter anderem die verschiedenen Linien und Fallstricke der Soli-Arbeit, die Möglichkeiten und Schwierigkeiten, einen politischen Prozess zu führen und die Wahrnehmung durch die Linke und die Medien. Die Auswertung versteht sich als Handreichung für alle, die sich mit Repression auseinandersetzen, von ihr betroffen sind oder sein könnten.
Edition Assemblage , 2011, 86 Seiten, Kartoniert, 978-3-942885-00-3
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4,80 € Nach oben
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